Dr. Zora Hauser: Diplomatie in der Unterwelt
Wie die Mafia blutige Fehden verhindert
Häufig verbindet man die Mafia mit Gewalt, mit blutigen Fehden, Attentaten und endlosen Machtkämpfen. In Sizilien und Kalabrien bekämpften sich Cosa Nostra und ‘Ndrangheta über Jahrzehnte hinweg, und auch die neapolitanische Camorra führte brutale Unterweltkriege. Doch kriminelle Organisationen kämpfen nicht nur gegeneinander, sie schliessen auch Frieden, oft erstaunlich erfolgreich. Aber wie verhandeln kriminelle Gruppen? Wie begrenzen sie Konflikte und halten Beziehungen stabil? Wie spricht man miteinander in einer Welt, in der Misstrauen die Regel ist? Warum halten Abmachungen, wenn es keine Gerichte, keine Verträge und keine staatliche Autorität gibt? Zora Hauser zeigt die organisierte Kriminalität aus einer ungewohnten Perspektive: Nicht nur als chaotische Welt permanenter Gewalt, sondern auch als eine Ordnung eigener Art, mit Regeln, Vermittlern, Ritualen und Formen der Diplomatie. Dabei wirft Hausers Forschung eine grundlegende Frage auf: Wie entsteht Frieden in einer Welt ohne Vertrauen und ohne funktionierende Institutionen?
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Freitag, 6. November 2026, 20:00 Uhr 90 freie Plätze Nr. 44 |
| RAK-plus, Schlossgässli 14 - Eingang Kronenhalde |
| DAUER ca. 1½ Stunden |
| Ticketpreis | Mitglieder CHF 24.00 | Nicht Mitglieder CHF 27.00 |
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