Alles Raubkunst oder was?
Vom schwierigen Umgang mit Kunstwerken unbekannter Herkunft
Die Versuchung war zu gross: Es winkte der Schatz von Waffenfabrikant Emil Bührle. Seine hochkarätige Kunstsammlung sollte das Kunsthaus Zürich zum Hotspot erblühen lassen. Akteur:innen aus Wirtschaft, Politik und Museumswelt haben diesem Ziel alles untergeordnet. Typisch Filz! Und sie haben unbequeme Fragen unter den Teppich gekehrt. Zum Beispiel jene nach der Herkunft dieser Bilder. In seinem Buch «Das kontaminierte Museum» deckt der Historiker rich Keller diesen Mechanismus auf und zeigt, wie jüdische Sammler:innen ihre Bilder zu Discountpreisen an den reichsten Schweizer verscherbeln mussten.
Mit allem zurück? Aber an wen? Wohin? Zu welchem Preis? Als Museumsleiterin auf Schloss Burgdorf ist auch Flavia Muscionico mit solchen Fragen konfrontiert. In der ethnologischen Sammlung Burgdorf befinden sich auch Exponate u.a. aus Afrika, Asien oder Ozeanien mit problematischen Erwerbungsumständen. Ein zwiespältiges koloniales Erbe.
Wie damit fair umgehen? Gibt es die eine, richtige Antwort? Dies wollen Erich Keller und Flavia Muscionico in ihrem Gespräch mit Elisabeth Zäch herausfinden. Und im Anschluss daran laden sie zum Rundgang aufs Schloss, zur Spurensuche nach kolonialem Erbe.
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Sonntag, 8. November 2026, 10:30 Uhr 70 freie Plätze Nr. 56 |
| Klangtheater Burgdorf, Hohengasse 2 |
| DAUER ca. 1¼ Stunde |
| Ticketpreis | Mitglieder CHF 24.00 | Nicht Mitglieder CHF 27.00 |
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